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  • Carolin Kassella

Current Top Picks – Nº 1


In dieser speziellen Blog-Reihe empfehle ich Lieblingsartikel, Geschichten, Bücher oder sonstige literarische Fundstücke, über die ich aktuell gestolpert bin. Diese können die Themen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Kunst, Umwelt, Psychologie, Zwischenmenschliches und vieles mehr umfassen. Dabei teile ich sowohl deutsche als auch englische Inhalte.


As part of this series, I share my current top picks ranging from articles, op/eds, stories, news reports to books or other literary findings that I have come across recently. The topics will span from politics, economics, society, culture, arts to environment, psychology, interpersonal affairs and much more. I will share content that is written / available either in German or English.


Deutsche Artikel:


Zeit Online, 17. Mai 2019: "Emotionale Analphabeten" (von Louis Lewitan)


Der Autor Louis Lewitan, Diplom-Psychologe, beschreibt die Unfähigkeit vieler Vorgesetzter zur empathischen und menschlich angemessenen Mitarbeiterführung, die seines Erachtens in vielen Fällen dazu führt, dass Mobbing und Burnout am Arbeitsplatz heute so weit verbreitet sind und oftmals ohne Konsequenzen für die Mobber bleiben. Dies liege in weiten Teilen daran, dass die Führungskräfte entweder aktiv oder passiv durch ihr falsches Führungsverhalten selbst dafür verantwortlich seien.


In meinen Augen ein sehr prägnanter Artikel, der eines der größten Dilemmata und Epidemien in der modernen Arbeitswelt interessant aufbereitet und beschreibt. Dabei brodelt diese Kernproblematik seit Jahren unter der Oberfläche und Artikel wie dieser helfen, auf ihre Dringlichkeit und Universalität hinzuweisen.




IP – Die Zeitschrift, 1. Mai 2019: Die verdrängte Finalität (von Heinrich August Winkler)


Der Historiker Heinrich August Winkler argumentiert in diesem Artikel, dass die selbst deklarierten Europafreunde sich mit ihren Forderungen nach einer europäischen Republik bzw. einem europäischen Bundesstaat (also einer Aufhebung der politischen Institutionen in den Nationalstaaten wie sie heute in der Europäischen Union bestehen und völligen Kompetenzübertragung auf die europäischen Institutionen) nur selbst ins eigene Fleisch schneiden und zeitgleich ihren scharfen Gegnern, den Nationalisten und Populisten, in die Hände spielen.


Die Forderung nach einem geeinten und kooperativen Europa sei völlig legitim und zudem notwendig für eine nachhaltig friedliche Zukunft unseres Kontinents, oder gar der gesamten westlichen Welt. Allerdings stünde die vorhergesagte Wirkung dieser Mittel, mit denen dies laut der breiten Masse proeuropäischer Bewegungen und Parteien erreicht werden soll (europ. Republik bzw. Bundesstaat), dem gewünschten Ergebnis diametral entgegen. Das Demokratiedefizit der EU sei momentan zu weitreichend und die wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Kosten eines zentralen europäischen Verwaltungsapparats zu hoch, als dass diese utopischen Vorstellungen in den kommenden Jahren erfolgreich umzusetzen wären.


Er fordert die EU-Befürworter daher zur Vernunft auf und plädiert stattdessen für eine kontrollierte und partielle Desintegration der europäischen Institutionen. An diese Stelle solle dann die stärkere Kooperation der nationalen Regierungen und Parlamente treten, wie etwa durch die Schaffung eines gemeinsamen Ausschusses und weiterer Kooperationsprojekte der demokratisch legitimierten, nationalen Regierungen.


Eine sehr interessante Perspektive, die zeigt, dass das Attribut proeuropäisch zu sein auch bedeuten kann, für eine Desintegration der politischen EU-Institutionen und partielle Rückgabe der Entscheidungskompetenzen an die einzelnen nationalstaatlichen Regierungen einzustehen.




English Articles:


The New York Times, 05/16/19 – Bringing favorite Fairy Tales Up to Date (by Kelly Barnhill)


This week, I stumbled upon a book review written by Kelly Barnhill on three modern fairy tales published in the NYT. Not only do I think the article is very entertaining and written eloquently which makes it a pleasure to read, but it also really sparked my interest to actually read these children's books for their universal validity and the transferability of the themes and lessons to modern adulthood and life in general.




The New Yorker, 05/08/19 – What Is Writing and Does This Count as It? (by Mia Mercado)


This article from The New Yorker is a treat for every writer or those aspiring to be one as the author, freelance writer Mia Mercado, looks at writer's life and the common stereotypes of a writer's character with a twinkle in her eye and a healthy dose of self irony. The article's accuracy and impeccable wit made me chuckle.



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